Virtuelle Rohbau-Tour

Blick von der Haustür in den Wohnbereich. Startpunkt der virtuellen Tour.

Rund um den Jahreswechsel passiert auf der Baustelle nichts. Die Gelegenheit war günstig mal eine erste virtuelle Tour zu scannen. Ohne Treppe (die ist später auf der linken Seite des Bildes) war das gar nicht so einfach. Auch der ganze Krempel und „Müll“, der überall rumsteht war nicht gerade förderlich für eine vernünftige Dokumentation. Aber für einen ersten Eindruck sollte es reichen.

Hier der Link zur 3D Tour vom Rohbau:
http://3d.rohbau.20bis22.de/

Zum Bild oben: Der Blick ist in etwa von der Haustür in Richtung Wohn- und Essbereich. Links fehlt noch die Treppe, rechts (hinter der Wand) entsteht die offene Küche und in der rechten Ecke befindet sich der Eßbereich. Links hinten ist das Wohnzimmer versteckt …

Puppenhaus-Ansicht

Die Software setzt alle 3D-Scans zu einem kompletten Modell zusammen, durch das man sich von allen möglichen Endgeräten navigieren kann ….

Hausmontage

Am 2. Dezember ging es endlich los mit den Arbeiten zur Hausaufstellung …

Die nachfolgenden zeitraffer-Videos habe ich noch bewusst „langsam“ gelassen mit einer Frequenz von „alle 2 Sekunden ein Bild“. So kann man die Arbeiten in Ruhe verfolgen. Danke übrigens an unseren Nachbarn Andre, dessen Dachfenster die optimale Position hat.

Tag 1: Ankunft des Stelltrupps und erste Vorbereitungen
Tag 2: Die ersten Wände
Tag 3: Viel Stahl und erste Decke
Tag 4: Obergeschoss
Tag 5: Dach und Abschluss der Montage-Woche

Vielleicht mache ich künftig mal ein zusammenfassendes und deutlich schnelleres Video …

Zisterne und Entwässerung

Hier ein paar Eindrücke von den Erdarbeiten rund um die Entwässerung und den Einbau der Regenwasserzisterne:

Bei den Arbeiten habe ich gelernt, was ein Göbeldeckel ist. Meine Vorstellungen waren weniger appetitlich als das, was es wirklich ist. Über diese Art von Schachtdeckel gibt es übrigens noch nicht einmal einen Wikipedia-Artikel 😉

Die Tiefbauer waren übrigens recht pragmatisch; als Erde von vor der Bodenplatte in den Bereich dahinter transportiert werden mussten, haben sie einfach die Abkürzung über den beton genommen. Aber das sollte eine Beton-Bodenplatte aushalten können; da stehen künftig ja größere Lasten drauf. Es war allerdings schon ein seltsamer Anblick, wie der Kipper im künftigen Wohnzimmer stand.

Unser Haus als Modell

Durch Zufall sind wir auf die Webseite www.meinminihaus.de gestoßen. Dort kann man seine Grundrisse und Baupläne einreichen und die Betreiber erstellen daraus mit einem 3D-Drucker und viel Liebe zum Detail ein kleines Abbild vom Original.

Wir haben das genutzt, um die Wartezeit zu überbrücken zwischen Planungsphase und Hausaufstellung. Das wäre vielleicht auch eine nette Idee für die eine oder andere Baufirma, die so seinen Kunden für kleines Geld eine Freude machen kann.

Minihaus | Ansicht von der Straße aus

Das Modell kann wahlweise im Maßstab 1:75 oder 1:100 bestellt werden. Für uns kam – aufgrund der Größe „nur“ 1:100 in Betracht. Dennoch sind hier alle Details gut zu erkennen. Das Haus wird auf einer grünen Acryl-Platte mit einer individuell beschrifteten Plakette geliefert.

Minihaus | Blick in die obere Etage

Der besondere Clou des Hauses; es lässt sich „zerlegen“. So kann man ganz bequem auch in das Haus hineinschauen.

Minihaus | Blick in das Erdgeschoss

Der Anbieter „druckt“ allerdings lediglich die Wände. Fenster und Türen „fehlen“. Das ist aber kein Problem, da diese Objekte im Regelfall mehr oder weniger „durchsichtig“ sind. Man bekommt auch ohne diese Details schon einen recht guten Eindruck vom fertigen Objekt.

Minihaus | Plakette mit Infos zum Objekt

Wir haben an diesem Haus schon jetzt – vor Aufstellung des Hauses – viel Freude und sind uns sicher, dass es im fertigen Haus einen schönen Platz finden wird.

Bodenplatte

Nachdem die Erdarbeiten abgeschlossen sind, wollten wir auch nicht lange warten, bis darauf eine Bodenplatte erstellt wird.

Dazu wurde vom Vermesser ein schönes Schnurrgerüst eingemessen und anhand dieser Werte wurde eine Verschalung hergestellt, diese dann mit einer Dämmung ausgelegt und darauf ein paar Tonnen Stahl verlegt und verankert …

Am 3. Tag schufen die fleißigen Arbeiter dann die eigentliche Bodenplatte – da kam nämlich unser Beton – wie immer hier im Zeitraffer festgehalten.

Tag 1: Vorbereitung und Verschalung
Tag 2: Styrodur und viel Eisen
Tag 3: Die Bodenplatte wird gegossen

Erdarbeiten

Endlich geht es richtig los auf der Baustelle. Der Bagger rollt und unsere Wiese war nach weniger als 2 Stunden beseitigt. Nach und nach wurde der Mutterboden und die oberste Erdschicht abgetragen, damit hier im nächsten Schritt der Schotter aufgebracht und verdichtet werden kann.

Für Arbeiten, bei denen sich etwas auf dem Grundstück bewegt, kommen unsere Zeitraffer-Kameras zum Einsatz und die Tatsache, dass es sich bei dem Grundstück um eine Baulücke handelt, kommt uns sehr entgegen. Wir haben je ein Gerät auf unserem aktuellen Grundstück und eine Kamera beim Nachbarn installiert.

Auch wenn die Bildqualität eher dokumentarischen Wert hat, so sieht man so doch sehr schön den Baufortschritt:

Tag 1: Alter Boden weg

Natürlich kann mandie Videos irgendwann schneller laufen lassen, aber was man hat, das hat man. Alle 2 Sekunden ein Foto … und der Vollständigkeit halber hier auch noch die anderen Videos:

Tag 2: Schotter rein
Tag 3: Mehr Schotter
Tag 4: Split drüber und fertig

Erster „Spatenstich“

Es hat 2 Jahre und 9 Tage seit der Vertragsunterzeichnung gedauert. Heute kam dann endlich der Bagger an und hat ein wenig Erde bewegt. Während es heute lediglich ein erster Spatenstich war, soll es ab morgen so richtig losgehen.

Der erste „Spatenstich“

Wir konnten schon einmal einen ersten Blick ins Erdreich riskieren, um zu schauen, was uns erwartet. In erster Linie werden wir schönen Mutterboden abtragen lassen und damit einen Nachbarn beglücken.

Zeitraffer mit Brinno TLC

Wir standen vor der Frage, wie man am einfachsten ein kleines Zeitraffer-Video dreht. Zwar sind Spiegelreflex-Kameras, diverse GoPro Geräte usw. vorhanden, aber die Geräte haben alle einen entscheidenden Nachteil. Die Stromversorgung. Die Akkus halten nicht sonderlich lange und Dauerstrom ist an den Stellen, wo sie eingesetzt werden sollen nur ganz schlecht möglich.

Nach einiger Suche bin ich auf Geräte von Brinno gestoßen.

Time Lapse Camera Modelle von Brinno (Produktfotos)

Der Name leitet sich von „Brillant Innovation“ ab. Innovativ ist die Technik wohl, aber die Bildqualität hat eher dokumentarischen Wert. Das ist aber ausreichend für unsere Zwecke.

Besondert cool ist, dass die Geräte mit 4 AA-Batterien funktionieren und mit einer Strom-Ladung bis zu 4 Tage lang Fotos machen. Es gibt nicht viele Funktionen, sondern man stellt lediglich das Intervall ein und drückt auf „start“. Den Recht erledigt die Kamera.

Sobald erste Ergebnisse vorliegen, zeigen wir die selbstverständlich hier.

UPDATE 04.01.2019: Die Kameras sind ihr Geld wert!

Mittlerweile können wir ein erstes Fazit zu der Kamera ziehen. Die Anschaffung hat sich im doppelten Sinn gelohnt. Einerseits haben wir ein paar ganz coole Aufnahmen von der Hausaufstellung (obwohl bei der Bildqualität noch Spielraum nach oben ist) und – was noch wichtiger ist – die Kameras haben uns geholfen einen vierstelligen Geldbetrag zu sparen.

So bekamen wir vom Tiefbauer irgendwann nämlich verschiedene Rechnungen, die uns in einem Punkt etwas seltsam vorkamen. Die Anzahl der Lkw und die Menge des angeblich verbauten Schotters kam uns sehr hoch vor. Nun verschätzt man sich bei den Mengenangaben als Bauherr sicher schnell und wir könnten auch nicht sagen, ob man nun 500 oder 600 Tonnen benötigt. Aber wir können zählen. Nach ersten Misstrauen haben wir beim Unternehmen die Lieferscheine angefordert und haben diese mal mit dem Zeitstempel der Kamera verglichen. Einerseits passte die Anzahl der Lkw nicht und außerdem wurde angeblich noch Material für unsere Baustelle im Steinbruch geladen, als die Baustelle längst fertig und verlassen war. Das hat letztendlich auch der Tiefbauer eingesehen.

Die Kamera hält übrigens tatsächlich mehrere Tage mit nur einer Batterie-Ladung durch und die Videos hier im Blog sind unbearbeitet so, wie sie aus der Kamera kommen. Die Qualität hat ausreichend dokumentarischen Werk. Wir hatten keine 4K Videos erwartet und wollten sie auch nicht auf großer Leinwand anschauen. Hier im Blog machen sich die Videos aber ganz gut und sicherlich kommt die Kamera auch bei verschiedenen Innenausbauten noch einmal zum Einsatz.

Grob abgesteckt

Heute kam das Vermessungsbüro vorbei und hat mit deutscher Präzision ein paar Holzpflöcke in die Wiese gerammt

Holzpfosten der Grobabsteckung

Bedauerlicherweise hatte der Vermesser gerade kein Farb-Spray mehr dabei, um die Hölzer noch zu markieren, damit sie auch auffallen, aber ich glaube man erkennt sie auch so 😉

Jetzt haben wir (von der Drohne aus gesehen) endlich die verbindlichen Eckpunkte vom Haupthaus. Das läd ja förmlich dazu ein einmal den Plan vom Haus über die Punkte zu legen. So bekommt man schon einen recht genauen Eindruck von der späteren Lage.

Grundriss anhand der Eckpunkte von der Grobabsteckung

Auffällig ist dabei auf jeden Fall, dass wir auf Garten nicht ganz so viel Wert legen.

Im nächsten Schritt legen wir nun (auf dem Plan) mal die späteren Wege an und hoffen, dass man in Kürze statt der Simulation auch bereits die Schotter-Schicht und kurz darauf die Bodenplatte erkennen kann.

(tim)

So langsam könnte es losgehen

Das Haus ist fertig geplant, die Stadt hat alles genehmigt, Kreditverträge sind unterschrieben und die Grundschuld ist auch bestellt … das Grundstück wartet darauf in Kürze bebaut zu werden …

So sieht es heute noch aus …