Zisterne und Entwässerung

Hier ein paar Eindrücke von den Erdarbeiten rund um die Entwässerung und den Einbau der Regenwasserzisterne:

Bei den Arbeiten habe ich gelernt, was ein Göbeldeckel ist. Meine Vorstellungen waren weniger appetitlich als das, was es wirklich ist. Über diese Art von Schachtdeckel gibt es übrigens noch nicht einmal einen Wikipedia-Artikel 😉

Die Tiefbauer waren übrigens recht pragmatisch; als Erde von vor der Bodenplatte in den Bereich dahinter transportiert werden mussten, haben sie einfach die Abkürzung über den beton genommen. Aber das sollte eine Beton-Bodenplatte aushalten können; da stehen künftig ja größere Lasten drauf. Es war allerdings schon ein seltsamer Anblick, wie der Kipper im künftigen Wohnzimmer stand.

Erdarbeiten

Endlich geht es richtig los auf der Baustelle. Der Bagger rollt und unsere Wiese war nach weniger als 2 Stunden beseitigt. Nach und nach wurde der Mutterboden und die oberste Erdschicht abgetragen, damit hier im nächsten Schritt der Schotter aufgebracht und verdichtet werden kann.

Für Arbeiten, bei denen sich etwas auf dem Grundstück bewegt, kommen unsere Zeitraffer-Kameras zum Einsatz und die Tatsache, dass es sich bei dem Grundstück um eine Baulücke handelt, kommt uns sehr entgegen. Wir haben je ein Gerät auf unserem aktuellen Grundstück und eine Kamera beim Nachbarn installiert.

Auch wenn die Bildqualität eher dokumentarischen Wert hat, so sieht man so doch sehr schön den Baufortschritt:

Tag 1: Alter Boden weg

Natürlich kann mandie Videos irgendwann schneller laufen lassen, aber was man hat, das hat man. Alle 2 Sekunden ein Foto … und der Vollständigkeit halber hier auch noch die anderen Videos:

Tag 2: Schotter rein
Tag 3: Mehr Schotter
Tag 4: Split drüber und fertig

Erster „Spatenstich“

Es hat 2 Jahre und 9 Tage seit der Vertragsunterzeichnung gedauert. Heute kam dann endlich der Bagger an und hat ein wenig Erde bewegt. Während es heute lediglich ein erster Spatenstich war, soll es ab morgen so richtig losgehen.

Der erste „Spatenstich“

Wir konnten schon einmal einen ersten Blick ins Erdreich riskieren, um zu schauen, was uns erwartet. In erster Linie werden wir schönen Mutterboden abtragen lassen und damit einen Nachbarn beglücken.

Grob abgesteckt

Heute kam das Vermessungsbüro vorbei und hat mit deutscher Präzision ein paar Holzpflöcke in die Wiese gerammt

Holzpfosten der Grobabsteckung

Bedauerlicherweise hatte der Vermesser gerade kein Farb-Spray mehr dabei, um die Hölzer noch zu markieren, damit sie auch auffallen, aber ich glaube man erkennt sie auch so 😉

Jetzt haben wir (von der Drohne aus gesehen) endlich die verbindlichen Eckpunkte vom Haupthaus. Das läd ja förmlich dazu ein einmal den Plan vom Haus über die Punkte zu legen. So bekommt man schon einen recht genauen Eindruck von der späteren Lage.

Grundriss anhand der Eckpunkte von der Grobabsteckung

Auffällig ist dabei auf jeden Fall, dass wir auf Garten nicht ganz so viel Wert legen.

Im nächsten Schritt legen wir nun (auf dem Plan) mal die späteren Wege an und hoffen, dass man in Kürze statt der Simulation auch bereits die Schotter-Schicht und kurz darauf die Bodenplatte erkennen kann.

(tim)

Kampfmittel? Vermutlich nicht.

Am 8. November hatten wir Besuch von der Kampfmittelbeseitigung. Anhand der Luftbild-Auswertungen (zuletzt durchgeführt am 09.10.2015) konnte man leider keine verbindliche Auskunft über eventuell vorhandene Blindgänger auf dem Grundstück machen. Also hat die Feuerwehr eine „Oberflächendetektion“ angeordnet.

Dazu hatte uns die Feuerwehr in einem ausführlichen Schreiben im Vorfeld gebeten die Lage des künftigen Hauses so genau wie möglich zu markieren. am besten mit Schnüren. Hatten wir nicht, daher habe ich kurzerhand Sprühfarbe und größere Steine für die Eckpunkte verwendet. „Wenn das nicht in Ordnung ist, fahren die wieder unverrichteter Dinge“ hatte ich die mahnenden Worte im Ohr, aber es war alles gut.

Markierung auf dem Grundstück

Am vereinbarten Termin stand dann auch irgendwann morgens ein unscheinbarer Bulli halb auf einem Parkplatz in unserer Straße. Geklingelt hatte niemand, aber wozu auch. Das Grundstück ist draußen und frei zugänglich. Die wenigsten Bauherren werden nebenan wohnen.

Unscheinbare Beschriftung „Kampfmittelbergung“

Etwas beunruhigend war die Tatsache, dass auf dem Fahrzeug direkt das Wort „Kampfmittelbergung“ stand. Wir dachten, die würden erst einmal nur schauen.

Das tat man dann aber auch. Dazu ging jemand mit einer Art Wünschelruten-Rohr innerhalb der Markierung immer auf und ab vorher hatte er noch eine zusätzliche Markierung in die Erde gerammt.

Auf seine Tätigkeit angesprochen wurde uns erklärt, dass am heutigen Tag nur Daten gesammelt würden, die dann an die zentrale geschickt werden, wo sie dann ausgewertet werden. Die Person vor Ort hätte damit nichts mehr zu tun.

So weit so gut. Ein paar Tage später kam schon das Ergebnis per Post. Direkt ins Auge sprang uns die beigefügte Karte:

Ergebnis der Oberflächendetektion durch den Kampfmittelräumdienst

Zur Erklärung: an den grün schraffierten Flächen kann man vorhandene Blindgänger ausschließen. An den rot schraffierten Flächen konnten keine Daten erfasst werden bzw. die Daten wären nicht eindeutig.

Als Laie würde ich nun sagen, dass wir bei ca. 1/3 der Fläche nun genauso schlau sind, wie vorher. Aber wie geht man nun mit diesen Ergebnissen um. Die Antwort gab es im Schreiben von der Feuerwehr gleich dazu:

Umgang mit rot schraffierten Flächen

Im rot schraffierten Bereich einfach „vorsichtig bauen“ … wie das zu gegebener Zeit aussehen wird, werden wir erleben. Ob die Bagger-Schaufel dann in Luftpolsterfolie eingewickelt wird?

Aber wichtig für uns: Kampfmittel-Check erledigt!

Bodengutachten für den Baugrund

Vor knapp zwei Wochen erst unterschrieben tat sich heute schon etwas auf unserem Grundstück. Ein junger Mann tuckerte mit einer Maschine über die Wiese und zog sich ein paar Bodenproben. Sah recht spannend aus …

Entnahme von Bodenproben

Schon ein paar Tage später erreichte uns übrigens ein entsprechender Bericht dazu. ich habe keine Ahnung, was „Schluff“ ist, aber zumindest konnte man dem bericht entnehmen, dass wir wohl eine recht derbe Schicht Schotter unter das haus bringen dürfen …

Zusammensetzung des Bodens unter dem künftigen Haus
Unterbau des künftigen Hauses

An dieser Stelle gibt es mit Eugenias Vater auch noch etwas Gesprächsbedarf. Da er ja vor einiger Zeit selbst ein Haus gebaut hat (und die Betonung liegt auf „selbst gebaut“ im wörtlichen Sinn und meint nicht „in Auftrag gegeben“), kennt er sich noch ein wenig aus und vorsichtig formuliert empfindet er den Unterbau schon etwas übertrieben.

Aber wenn es so im Gutachten steht, dann wird das schon seine Richtigkeit haben. Es kommt ja schließlich auch nen ordentlicher Klotz drauf und wir möchten ja vermeiden, dass es irgendwo Risse oder ähnliches gibt.

Ein paar Fotos vom Grundstück hat der Gutachter übrigens auch gemacht. Wieder etwas fürs Familienalbum 🙂

Fotos vom Baugrundstück aus dem Bodengutachten