Entwässerung … gar nicht so einfach

Wir haben es selbst versucht: Entwässeungsantrag heruntergeladen und nach bestem Wissen und Gewissen ausgefüllt. sah eigentlich ganz gut aus und wir hatten ja auch jede Menge Pläne vorliegen. Es dauerte aber nicht lange, bis eine E-Mail mit einer „Checkliste“ vom Bauordnungsamt folgte. Da wir schon die Fragen nicht verstanden haben, kamen wir um professionelle Hilfe nicht herum.

Da OKAL diesen Bereich aber ohnehin übernimmt (was uns bis dahin nicht ganz klar war), haben wir unser Schicksal in die Hände von Experten Anderen (in dem Fall das Ingenieurbüro) gelegt. So würde es bestimmt funktionieren.

Allerdings bekamen wir nach dem erneuten Einreichen der unterlagen eine ähnliche Checkliste mit Bitte um Nachbesserung. Es scheint also nicht so ganz einfach zu sein.

Da längere Zeit keine Antwort kam, sind wir mit unseren Unterlagen zum Bauordnungsamt gegangen und wollten wissen, was wir noch ändern müssen oder welche Unterlagen noch fehlen. Die Mitarbeiterin schaute uns zuerst mit einem Blick an, der schon sagte „das verstehen Sie sowieso nicht, wenn ich es ihnen erkläre“, bevor sie dem Blick dann auch Worte folgen ließ. „Hier müssen Sie ein Gefälle errechnen, das maximal … bla … bla … und der Querschnitt … bla … bla … und außerdem …“ In einem stillen Moment haben wir vorsichtig unsere Unterlagen wieder zusammengerafft und uns freundlich bedankt. Verstanden hatten wir nichts.

Wir waren also weiterhin auf das Ingenieurbüro angewiesen.

Recht zügig bekamen wir nun auch nachgebesserte Unterlagen, die – soweit wir das mit der Checkliste abgeglichen haben – nun alles geforderte enthielt.

Unser Haus hat mehr Dachrinnen und Fallrohre, als andere Häuser Fenster haben. Auch vor und im Haus sind überall Leitungen, um das Wasser raus und wieder rein zu bekommen. Ich weiß ja nicht, was ich davon halten soll, dass Schmutzwasser braun eingezeichnet ist – kann man sich jedenfalls gut merken. Wenn man zu lange auf die braunen Linien schaut, hat man jedoch das Gefühl, dass sie nicht gut riechen 😉

Dazu kommen dann noch Drainage, Zisterne, Rückstauventile, Dachbegrünung, … das sieht dann in Ausschnitten aus, wie in den nachfolgenden Plänen …

Anschluss an das Kanalsystem
Überall Abwasser

Drücken wir mal die Daumen, dass nun im 3. Anlauf alles passt. Wäre schon toll einen Stempel auf den Antrag zu bekommen, der das genehmigt.

(tim)

Schöner arbeiten … Büro-Planung

Das Haus steht zwar noch nicht und es ist auch noch kein Loch in der Erde. Kein Grund, sich nicht bereits jetzt ausführlich mit der Büro-Planung zu beschäftigen. Nicht allein, sondern mit professioneller Unterstützung der Firm prooffice. Da ich einen Großteil des Tages in diesen Räumlichkeiten verbringe, sollten sie anständig, ergonomisch und dabei auch recht professionell gestaltet werden.

Der Kunden-Verkehr hält sich zwar eher in Grenzen, aber Vorgabe – nicht nur vom Finanzamt – ist, dass wohnen und arbeiten noch ein wenig deutlicher voneinander getrennt ist. Daher bekommt das Büro nun einen gesonderten Eingang und eine einladende Glasfront. Die beiden Arbeitsplätze liegen gegenüber und beinhalten zwei höhenverstellbare Schreibtische von Sedus. Um die Kunden ein wenig „abzufangen“, werden die Tische von einem Tresen begrenzt. Obwohl wir ja schon ein fast digitales Büro haben, wird dennoch viel Platz für Aktenordner und ein wenig Stauraum benötigt. Die Plätze zum sitzen sind auf ergonomischen Stühlen von Vitra.

Das nachfolgende Foto gibt schon einen recht guten Eindruck, wie es aussehen wird. Allerdings wird sich hier und da noch eine Kleinigkeit ändern – aber nur minimal …

Büro im Erdgeschoss

Zusätzlich zu diesem Büro wird es noch einen kleinen Rückzugsort im Obergeschoss geben. Ein kleiner Arbeitsraum direkt mit Blick auf die Dachterrasse. Auch hier wieder reichlich Platz für Aktenordner und alles, was irgendwie wichtig aussieht 😉

Büro im Obergeschoss

Die Farbe Orange ist ganz bewusst gewählt worden und findet sich u.a. in einem Design-Stuhl von Vitra wieder. Das Sideboard wird jedoch noch ersetzt und umgestellt. Die Fensterfront bleibt frei und es steht an der Wand. Außerdem wird es noch duch ein knalliges USM-Board ersetzt.

Sideboard von USM

Ich bin schon ganz gespannt, ob es in natura auch so frisch aussieht, wie auf den Bildern. zumindest kann ich mir vorstellen, dass man es in dieser Arbeitsatmosphäre gut aushalten kann.

(tim)

Kampfmittel? Vermutlich nicht.

Am 8. November hatten wir Besuch von der Kampfmittelbeseitigung. Anhand der Luftbild-Auswertungen (zuletzt durchgeführt am 09.10.2015) konnte man leider keine verbindliche Auskunft über eventuell vorhandene Blindgänger auf dem Grundstück machen. Also hat die Feuerwehr eine „Oberflächendetektion“ angeordnet.

Dazu hatte uns die Feuerwehr in einem ausführlichen Schreiben im Vorfeld gebeten die Lage des künftigen Hauses so genau wie möglich zu markieren. am besten mit Schnüren. Hatten wir nicht, daher habe ich kurzerhand Sprühfarbe und größere Steine für die Eckpunkte verwendet. „Wenn das nicht in Ordnung ist, fahren die wieder unverrichteter Dinge“ hatte ich die mahnenden Worte im Ohr, aber es war alles gut.

Markierung auf dem Grundstück

Am vereinbarten Termin stand dann auch irgendwann morgens ein unscheinbarer Bulli halb auf einem Parkplatz in unserer Straße. Geklingelt hatte niemand, aber wozu auch. Das Grundstück ist draußen und frei zugänglich. Die wenigsten Bauherren werden nebenan wohnen.

Unscheinbare Beschriftung „Kampfmittelbergung“

Etwas beunruhigend war die Tatsache, dass auf dem Fahrzeug direkt das Wort „Kampfmittelbergung“ stand. Wir dachten, die würden erst einmal nur schauen.

Das tat man dann aber auch. Dazu ging jemand mit einer Art Wünschelruten-Rohr innerhalb der Markierung immer auf und ab vorher hatte er noch eine zusätzliche Markierung in die Erde gerammt.

Auf seine Tätigkeit angesprochen wurde uns erklärt, dass am heutigen Tag nur Daten gesammelt würden, die dann an die zentrale geschickt werden, wo sie dann ausgewertet werden. Die Person vor Ort hätte damit nichts mehr zu tun.

So weit so gut. Ein paar Tage später kam schon das Ergebnis per Post. Direkt ins Auge sprang uns die beigefügte Karte:

Ergebnis der Oberflächendetektion durch den Kampfmittelräumdienst

Zur Erklärung: an den grün schraffierten Flächen kann man vorhandene Blindgänger ausschließen. An den rot schraffierten Flächen konnten keine Daten erfasst werden bzw. die Daten wären nicht eindeutig.

Als Laie würde ich nun sagen, dass wir bei ca. 1/3 der Fläche nun genauso schlau sind, wie vorher. Aber wie geht man nun mit diesen Ergebnissen um. Die Antwort gab es im Schreiben von der Feuerwehr gleich dazu:

Umgang mit rot schraffierten Flächen

Im rot schraffierten Bereich einfach „vorsichtig bauen“ … wie das zu gegebener Zeit aussehen wird, werden wir erleben. Ob die Bagger-Schaufel dann in Luftpolsterfolie eingewickelt wird?

Aber wichtig für uns: Kampfmittel-Check erledigt!

NRW-Baurecht und das Staffel-Geschoss (Entwurf 4)

Mit der dritten Entwurf – der sich nicht mehr wesentlich verändert hatte, sind Eugenia und ich dann mal beim Bauordnungsamt vorbeispaziert, um dort mal die Experten drauf schauen zu lassen, ob das soweit in Ordnung ist. Schließlich wollte wir keinen unnötig abgelehnten Bauantrag haben.

Das Planungsbüro sitzt zwar in Niedersachsen, aber wir hatten ja bereits den Kontakt hergestellt und wenn jemand in NRW Bauanträge einreicht, dann würde er sich sicherlich damit auskennen – dachten wir!

„Das geht so nicht!“ war der kurze Satz, der unserer Bauvorhaben jäh ausgebremst hat. Es folgten dann noch ein paar Erklärungen, die ich hier nur laienhaft wiedergeben kann. Da wir keinen Bebauungsplan, sondern lediglich eine Satzung haben, müssen wir uns an die dort enthaltenen Regeln halten. Eine davon besagt „ein Vollgeschoss“. Im Vorfeld sagte man uns seitens OKAL und auch im Planungsbüro, dass das Obergeschoss nicht als Vollgeschoss zählen würde, wenn es nur 70% der Fläche von der Etage darunter hätte. Allerdings war das scheinbar die Regelung für Niedersachsen. In NRW wird nach aktuellem Baurecht ein „Staffel-Geschoss“ verlangt. Das bedeutet, dass umlaufend zusätzlich zu der 70%-Regelung jede Wand mindestens einen Meter zurückspringen muss.

Das war es dann mit unserer überdachten Terrasse und der überdachten Haustür. Ganz davon ab können wir die bisherigen Pläne nun erst einmal über den Haufen werden. Die würden keinesfalls durchgehen 🙁

Das Baurecht würde sich zwar irgendwann auch in NRW ändern aber so lange wollten wir nicht warten. Daher mussten wir uns die Pläne nun noch einmal vornehmen.

Da die Antworten aus dem Planungsbüro leider in immer größeren Abständen folgten und wir den Chef grundsätzlich nicht ans Telefon bekamen, haben wir selbst die Buntstifte ausgepackt und überlegt, wie wir uns nun ein Staffel-Geschoss basteln können.

Unsere Skizze für ein Stafel-Geschoss

Zur Erklärung unserer Skizze: Die grüne Linie stellt das Erdgeschoss dar. Das Wohnzimmer wird zum Garten deutlich verlängert und ein Teil der Überdachung fällt weg. Ebenso wie die vorgelagerte Beschattung. Die eigentliche Terrasse würde nun deutlich kleiner und quadratisch. In der Ecke würden dann zwei Stützwände stehen. Dort wäre später dann mal platz für einen Grill. Jetzt würden auch zwei aufschiebbare Glaswände ausreichen.

Das Obergeschoss hat die Ausmaße der orangenen Linie. Dadurch hat sich die Größe nicht verändert. Sprich: Oben nicht kleiner, sondern nur unten größer. Es fühlte sich an, wie ein Kompromiss, an den wir uns erst gewöhnen mussten – aber es war sicherlich nicht die schlechteste Idee.

Wie gehabt wurden unsere Wünsche nahezu 1:1 vom Planungsbüro übernommen. Schön, wenn die Experten mit unserem Vorschlag arbeiten können:

Entwurf 4: Erdgeschoss

Als Bonus gab es auch wieder ein paar neue 3D-Ansichten. Hier einmal zwei Beispiele. Mittlerweile gab es auch ein Upgrade: Das haus schwebt nicht mehr in der Luft, sondern steht nun auf einer Wiese. Eine grafische Meisterleistung und durch den Schattenwurf schon fast fotorealistisch. *g

Entwurf 4: Ansicht von der Straße
Entwurf 4: Gleiche Ansicht von weiter oben

Durch die Änderungen der Ausmaße hat sich auch die Lage des Hauses auf dem Grundstück verändert. Der „Klotz“ ist nun so wuchtig geworden, dass der Garten kaum noch existent ist:

Lageplan nach Entwurf 4

Schließlich konnten wir auch mit diesem Entwurf ganz gut leben. Was uns nun noch fehlte war der Hauspreis und ein Bauantrag, damit wir endlich Nägel mit Köpfen machen konnten …

Das fliegende Haus (Entwurf 2)

Nach unserem Urlaub schien es nun auch voran zu gehen. Die Änderungen wurden schnell eingearbeitet und obwohl es nur ein paar Kleinigkeiten waren, änderte sich dadurch das Erscheinungsbild doch ganz erheblich.

Zwischenzeitlich hatten wir das Bauamt der Stadt Hamm auch besucht, um uns dort ein paar Informationen zu holen, was laut Bebauungsplan erlaubt ist und was nicht. Den Kontakt hatten wir auch direkt an das Planungsbüro weitergegeben. Schließlich sollte ja alles glatt laufen und wir hatten schon Bedenken, dass man evtl. an die Grenzen des Bebauungsplans (oder wie in unserem Fall der Satzung) stößt.

Entwurf 2: Erdgeschoss
Entwurf 2: Obergeschoss

Dem Bauamt war im Arbeitszimmer/Büro (unten) zu wenig Licht. Deshalb gibt es hier nun deutlich mehr Fensterfläche. Sieht sicherlich auch gut, hell und einladend aus, wenn es fertig ist.

Zusätzlich wurde eine raumhohe Verglasung (die heißt bei OKAL „Minimal Window“) eingearbeitet. Da bestehen die Wände nahezu vollständig aus Glas. Haben wir im Musterhaus gesehen und das sieht absolut klasse aus! Dafür hätten wir dann allerdings 4 Doppel-T-Stahlträger im Wohnzimmer. Hat aber was von Loft …

Im oberen Bereich wurden die Änderungen nach dem ersten Entwurf eingearbeitet und das Ankleidezimmer hat etwas mehr Licht/Fenster spendiert bekommen.

Eugenia hatte noch eine Idee, wie man das Eltern-Badezimmer einladender gestalten kann. Dazu gibt es nun einen abgetrennten WC-Bereich und eine Walk-in-walk-out-Dusche hinter dem Waschbecken sowie Platz für eine freistehende Wanne.

Dass sich im Wäschraum die Position des Fensters und der Geräte geändert hat, ist eher zu vernachlässigen. Aber das Gesamtbild soll so am Ende schöner aussehen. Deswegen ist nun auch der Luftraum auf der Terrasse an eine andere Position gewandert.

Und so sieht es nun in 3D aus:

Ansicht von der Straße Richtung Büro
Ansicht von der Straße Richtung Eingang
Ansicht vom Garten Richtung Atrium
Ansicht vom Garten Richtungüberdachte Terrasse

Da man ja aus TV-Sendungen oder größeren Ausschreibungen so High-End-Skizzen gewohnt ist, waren wir ein wenig enttäuscht, dass unser Haus quasi über den Wolken schwebte … wenigstens ein wenig Grund und Boden hätten wir uns gewünscht … aber so haben wir nun ein „fliegendes Haus“.

Aber man kann sich nun gut vorstellen, in welche Richtung es gehen wird. Sieht noch ein wenig „klotzig“ aus aber das werden wir sicher auch noch hinbekommen.

Die ganzen Gitter muss man sich übrigens wegdenken. das sollen alles Glas-Elemente werden. Die gibt es jedoch im Planungs-Tool scheinbar nicht, deswegen sieht es noch ein wenig seltsam aus.

Was übrigens nicht fehlt ist das Dach. Das brauchen und wollen wir nicht. Also ein Dach schon, aber eben ein flaches. Das nimmt nicht so viel Raum weg, wie ein Dachschräge und wir sind ja Fans von klaren und modernen Linien.

Damit man auch mal eine Vorstellung davon bekommt, wo das Haus auf dem Grundstück liegt, hier mal ein erster Lageplan:

Lageplan nach dem aktuellen Planungsstand

Ist schon ein ganz schöner Klotz aber er bewegt sich vorne und hinten in den gängigen Fluchten der benachbarten Häuser. Wirklich viel Garten werden wir nicht bekommen, aber damit können wir gut leben – weniger Grünzeug, um das man sich kümmern muss …

Da steht übrigens etwas von „Garage“ rechts im Bild. Da soll aber maximal ein Carport hin. und ob wir das direkt bauen, wird sich dann eher spontan entscheiden. Uns wurde nur geraten, es direkt mit zu beantragen, ob Papierkram zu sparen.

Wir sind mit dem aktuellen Stand der Planung sehr glücklich und freuen uns, dass es so zügig voran geht.

Die ersten Entwürfe sind da!

Es ist wohl der erste große Moment, auf den man hinfiebert, wenn man baut. Der erste Entwurf vom späteren Eigenheim. Dieser sollte eigentlich schon ca. 2 Wochen nach dem ersten Planungsgespräch zu uns kommen aber – das kann passieren, auch wenn es nicht sollte – das Planungsbüro hatte uns schlichtweg vergessen. Weil wir aber in den Urlaub wollten, hatten wir noch einmal nachgefragt und die Zusage bekommen, dass wir noch vor unserer Reise einen ersten Entwurf bekommen würden, der jedoch sicherlich nicht bis ins kleinste ausgearbeitet ist aber zumindest zeit, wo die Reise hingeht.

Und so sehen sie aus:

Entwurf 1: Erdgeschoss
Entwurf 1: Obergeschoss

Was uns als allererstes aufgefallen ist und was uns auch begeistert hat war die Tatsache, dass unsere laienhafte Skizze nahezu 1:1 umgesetzt wurde.

man könnte jetzt auch sagen, die kreative Leistung des Entwurfsverfassers lässt zu wünschen übrig aber das sehen wir ganz anders. Jeder Bauherr hat ja etwas im Kopf, das er gerne umsetzen möchte und oft ist es so, dass die Profis dann sagen „das geht nicht“. Man denke nur einmal daran, wie Kinder ein Auto oder ein Fahrrad zeichnen. So könnte man oft nicht konstruieren. Das war unsere Angst auch und umso erleichterter waren wir, dass unsere räumliche Vorstellungskraft scheinbar ausreichte, um etwas zu Papier zu bringen, dass man tatsächlich so bauen kann.

… aber es war ja erst der allererste Entwurf.

Was uns aufgefallen ist? Nicht viel. Im Obergeschoss würden wir die Verbindungswand zwischen Bad und Schlafzimmer etwas nach rechts verschieben wollen, da vor dem Bett schon arg viel Platz ist. Den hätten wir lieber im Bad. Und auch der Schrank im oberen Flur braucht ja nicht so viel Platz. Die Wand mit dem Kleiderschrank im Ankleidezimmer könnte man auch etwas länger machen. Ein- und Ausgang sind doch etwas sehr großzügig geplant – da hätten wir lieber mehr Stauraum.

Aber alles in Allem sind wir sehr zufrieden mit dem Entwurf!

Unsere Ideen (erste Skizze)

Wir sind keine Architekten und haben auch noch nie ein Haus gebaut. Hier und da haben wir uns bei der Besichtigung ein paar Ideen geholt und uns inspirieren lassen. Daraus haben wir dann nachfolgende Skizzen entwickelt, die wir ohne jeglich professionelles Programm einfach mal in 2D zu Papier gebracht haben.

Skizze Erdgeschoss
Skizze Obergeschoss

So in etwa sollte unser Traumhaus aussehen.

In unseren Vorstellungen wollten wir eine Trennung zwischen arbeiten und wohnen schaffen und erst einmal ein schön großes Wohnzimmer mit offener Küche und großen Fenster-Fronten. Unten haben wir uns eine durch die obere Etage überdachte Terrasse gewünscht. Ebenso sollte die Haustür etwas zurückspringen, um die obere Etage als Vordach nutzen zu können. Oben dann eine Dachterrasse mit einem Luftraum, durch den mal ein Baum wachsen könnte. Außerdem ein großes Bad, dass über ein Ankleidezimmer mit dem Eltern-Schlafzimmer verbunden ist.

Ob und was davon überhaupt realisierbar ist, wissen wir nicht. Es handelt sich lediglich um eine laienhafte Skizze. Mal sehen, ob der Architekt sie in der Luft zerreißt oder ob er davon etwas übernehmen kann.

Bodengutachten für den Baugrund

Vor knapp zwei Wochen erst unterschrieben tat sich heute schon etwas auf unserem Grundstück. Ein junger Mann tuckerte mit einer Maschine über die Wiese und zog sich ein paar Bodenproben. Sah recht spannend aus …

Entnahme von Bodenproben

Schon ein paar Tage später erreichte uns übrigens ein entsprechender Bericht dazu. ich habe keine Ahnung, was „Schluff“ ist, aber zumindest konnte man dem bericht entnehmen, dass wir wohl eine recht derbe Schicht Schotter unter das haus bringen dürfen …

Zusammensetzung des Bodens unter dem künftigen Haus
Unterbau des künftigen Hauses

An dieser Stelle gibt es mit Eugenias Vater auch noch etwas Gesprächsbedarf. Da er ja vor einiger Zeit selbst ein Haus gebaut hat (und die Betonung liegt auf „selbst gebaut“ im wörtlichen Sinn und meint nicht „in Auftrag gegeben“), kennt er sich noch ein wenig aus und vorsichtig formuliert empfindet er den Unterbau schon etwas übertrieben.

Aber wenn es so im Gutachten steht, dann wird das schon seine Richtigkeit haben. Es kommt ja schließlich auch nen ordentlicher Klotz drauf und wir möchten ja vermeiden, dass es irgendwo Risse oder ähnliches gibt.

Ein paar Fotos vom Grundstück hat der Gutachter übrigens auch gemacht. Wieder etwas fürs Familienalbum 🙂

Fotos vom Baugrundstück aus dem Bodengutachten

Das haben wir so nicht bestellt …

Der Vertrag war unterzeichnet aber eines bereitete uns doch größere Bauchschmerzen. Die beigefügten Pläne. Die entsprachen nämlich so überhaupt nicht dem, was wir haben wollten.

Plan unten
Plan oben

Das mag zwar in Anlehnung an das Musterhaus in Wuppertal hinkommen aber wir hatten ja andere Bedürfnisse. Jetzt haben wir einen Plan unterschrieben von etwas, das wir nicht wollten – kein gutes Gefühl.

Also haben wir direkt noch einmal mit unserem Verkaufsberater den Kontakt gesucht – aus gründen der Belegbarkeit schriftlich – um die Angelegenheit zu besprechen. Hier wurde uns dann versichert, dass man für einen Vertrag irgendeine Grundlage bräuchte, da man nicht bei Null anfangen könne. Die Pläne würden mit dem ersten Architektengespräch dann auf unsere Bedürfnisse angepasst.

Puh! Jetzt konnten wir wieder ruhiger schlafen … und wir hatten noch ein paar Tage Zeit, um eine Skizze nach unseren Wünschen zu erstellen – mal sehen, was dabei herauskommt.

Wie alles begann …

Es war ein ganz normaler Tag. Wir wollten für die Firma einkaufen; Oberhemden für die Mitarbeiter sollten es sei und wir wollten Geld sparen. Wo gibt es sowas günstig? Zum Beispiel bei Primark … vermutlich zwar aus alten PET-Flaschen und politisch nicht korrekt hergestellt und keinesfalls fair gehandelt – aber billig! Nur waren besagte Hemden in der Nähe ausverkauft, weshalb wir einen kleinen Ausflug gemacht haben nach Essen. Und tatsächlich sind wir dort auch fündig geworden …

Für die Mitarbeiter nur das Beste … neue Dienstkleidung von Primark!

Es war Mitte Juli und schönstes Sommerwetter, daher haben wir den Ausflug noch ein wenig ausgedehnt. Zuerst in einem Café und dann bei einem kleinen Spaziergang.

Auf dem Rückweg haben wir überlegt, was wir nun eigentlich mit dem Grundstück machen sollen, das wir etwa ein halbes Jahr zuvor erworben hatten und das direkt an unser bestehendes Grundstück angrenzt.

links: hier wohnen wir aktuell – rechts: unser neues Grundstück

Falls sich nun jemand fragt, weshalb man ein Grundstück kauft, ohne zu wissen, was man damit tun möchte, dem können wir das kurz erklären. Wir wohnen ja sehr ländlich und der Boden ist hier sehr fruchtbar. Das neue Grundstück ist das letzte unbebaute Grundstück des ganzen Dorfes und bestand beim Kauf noch aus wilder Wiese. Die wurde vom Vorbesitzer eher selten gemäht und war das gegenteil von englischem Rasen. Mit dem Ergebnis, dass alles an Samen, Unkraut usw. zu uns rüber wehte, was an jener Seite auch den aktuellen garten arg in Mitleidenschaft gezogen hatte.

Daher hatten wir nach Kauf des Grundstücks einen bekannten gebeten die Fläche zu planieren und anschließend habe wir Rasen eingesät und rundherum ein paar (ca. 300) Lebensbäume gepflanzt. Anschließend noch nen Mäh-Roboter drauf: fertig. So sah es gepflegt aus und wir konnten uns in Ruhe mal überlegen, was irgendwann (…) mit der Fläche passieren soll. Vielleicht wen der Nachwuchs groß ist oder wir für irgendwas Platz brauchen …

… und so kam es, dass wir auf dem Rückweg von der Autobahn aus in Höhe Wuppertal ein großes Schild gesehen haben, auf dem „Fertighauswelt“ stand. Eugenia schlug vor, dass wir uns das einfach mal anschauen und uns inspirieren lassen.

Ich selbst war nicht unbedingt wie jemand gekleidet, der gerade ein Haus kaufen wollte: Rosa Shorts und hellblaues Hemd mit rosa Flamingos … aber egal: Wir wollten ja auch nur gucken … oder spazieren gehen …

Bei dem Schild „Fertighauswelt“ wurde uns mal wieder Bewusst, was wir eigentlich nicht haben wollten: Ein Fertighaus. Mein Schwiegervater kommt ursprünglich vom Bau und ist somit der Endgegner für jede Fertighausfirma. „Das ist alles Styropor“, „Die halten nicht“ und „Wenns da mal brennt, dann ‚gute Nacht'“ sind nur einige der Kommentare, die wir noch im Hinterkopf hatten. Außerdem würden Fertighäuser scheiße aussehen. Punkt.

Letzteres konnten wir jedenfalls nicht bestätigen, als wir in Wuppertal angekommen waren. Direkt das erste Haus auf der rechten Seite traf vom Stil direkt unseren Geschmack – von innen und von außen übrigens …

Sah alles recht wertig aus und uns haben vor allem der klare Stil, die hohen Wände und die solide Verarbeitung (soweit wir das überblicken konnten) überzeugt.

Vorsichtig haben wir mal einen Verkäufer gefragt, was denn ein solches Haus wohl kosten würde. Die Antwort war dann doch sehr überraschend. „Das Haus wie es hier steht kostet etwa 850.000 EUR“ – Rumms! Nach dem Satz hatte er sich übrigens gefühlt auch wieder umgedreht um sich mit andere Dingen und anderen Besuchern zu beschäftigen. Vielleicht tun wir dem Verkäufer aber auch unrecht aber in diesem Moment fühlt es sich so an, als habe er die hohe Summe (für ein Fertighaus!) einfach mal zur Abschreckung rausgehauen – schließlich war das Haus gut besucht und wir sahen – wie bereits geschrieben – nicht wie die potentiellen Käufer aus. Ansonsten hätte ich zumindest eine Alternative erwartet …

Gucken macht aber auch Spaß und so haben wir uns zuerst in diesem Haus weiter umgesehen und sind dann auch noch durch die anderen Ausstellungen gegangen. Allerdings hat uns nichts zu wirklich überzeugt, also ging es zum Ende hin noch einmal zu OKAL. Jetzt war das Haus auch fast leer und wir haben einen weiteren Anlauf unternommen, um mal zu fragen, was dieses Haus denn so teuer macht und ob es „Sparpotential“ gäbe.

Der Verkäufer schien zu merken, dass echtes Interesse vorhanden war und erklärte uns, dass man ohne viel Abstriche machen zu müssen den Preis auch auf 600.000 bis 650.000 EUR reduzieren könne. Immer noch ein stolzer Preis aber schon mal 25% günstiger. Wo genau man sparen könne, wollte er noch nicht sagen. Dafür wollten wir mal in Ruhe wiederkommen, dann würde er uns ein paar beispiele zeigen.

Warum eigentlich nicht. Die Idee ein Haus zu Bauen war nun wieder da und so könnten wir mit Eltern und Schwiegereltern mal einen Ausflug machen … die interessieren sich ja auch immer dafür, was die Kinder so treiben. Vielleicht würden wir dann mehr zu den Konditionen erfahren und wie überhaupt die ganze Abwicklung ist. OKAL schien einer dieser Generalunternehmer zu sein. Das gefiel uns schon deutlich besser als die Tatsache, dass man üblicherweise mit zig Firmen für jedes einzelne Gewerk jonglieren muss .

Mal sehen, wie es weitergeht …