Das fliegende Haus (Entwurf 2)

Nach unserem Urlaub schien es nun auch voran zu gehen. Die Änderungen wurden schnell eingearbeitet und obwohl es nur ein paar Kleinigkeiten waren, änderte sich dadurch das Erscheinungsbild doch ganz erheblich.

Zwischenzeitlich hatten wir das Bauamt der Stadt Hamm auch besucht, um uns dort ein paar Informationen zu holen, was laut Bebauungsplan erlaubt ist und was nicht. Den Kontakt hatten wir auch direkt an das Planungsbüro weitergegeben. Schließlich sollte ja alles glatt laufen und wir hatten schon Bedenken, dass man evtl. an die Grenzen des Bebauungsplans (oder wie in unserem Fall der Satzung) stößt.

Entwurf 2: Erdgeschoss
Entwurf 2: Obergeschoss

Dem Bauamt war im Arbeitszimmer/Büro (unten) zu wenig Licht. Deshalb gibt es hier nun deutlich mehr Fensterfläche. Sieht sicherlich auch gut, hell und einladend aus, wenn es fertig ist.

Zusätzlich wurde eine raumhohe Verglasung (die heißt bei OKAL „Minimal Window“) eingearbeitet. Da bestehen die Wände nahezu vollständig aus Glas. Haben wir im Musterhaus gesehen und das sieht absolut klasse aus! Dafür hätten wir dann allerdings 4 Doppel-T-Stahlträger im Wohnzimmer. Hat aber was von Loft …

Im oberen Bereich wurden die Änderungen nach dem ersten Entwurf eingearbeitet und das Ankleidezimmer hat etwas mehr Licht/Fenster spendiert bekommen.

Eugenia hatte noch eine Idee, wie man das Eltern-Badezimmer einladender gestalten kann. Dazu gibt es nun einen abgetrennten WC-Bereich und eine Walk-in-walk-out-Dusche hinter dem Waschbecken sowie Platz für eine freistehende Wanne.

Dass sich im Wäschraum die Position des Fensters und der Geräte geändert hat, ist eher zu vernachlässigen. Aber das Gesamtbild soll so am Ende schöner aussehen. Deswegen ist nun auch der Luftraum auf der Terrasse an eine andere Position gewandert.

Und so sieht es nun in 3D aus:

Ansicht von der Straße Richtung Büro
Ansicht von der Straße Richtung Eingang
Ansicht vom Garten Richtung Atrium
Ansicht vom Garten Richtungüberdachte Terrasse

Da man ja aus TV-Sendungen oder größeren Ausschreibungen so High-End-Skizzen gewohnt ist, waren wir ein wenig enttäuscht, dass unser Haus quasi über den Wolken schwebte … wenigstens ein wenig Grund und Boden hätten wir uns gewünscht … aber so haben wir nun ein „fliegendes Haus“.

Aber man kann sich nun gut vorstellen, in welche Richtung es gehen wird. Sieht noch ein wenig „klotzig“ aus aber das werden wir sicher auch noch hinbekommen.

Die ganzen Gitter muss man sich übrigens wegdenken. das sollen alles Glas-Elemente werden. Die gibt es jedoch im Planungs-Tool scheinbar nicht, deswegen sieht es noch ein wenig seltsam aus.

Was übrigens nicht fehlt ist das Dach. Das brauchen und wollen wir nicht. Also ein Dach schon, aber eben ein flaches. Das nimmt nicht so viel Raum weg, wie ein Dachschräge und wir sind ja Fans von klaren und modernen Linien.

Damit man auch mal eine Vorstellung davon bekommt, wo das Haus auf dem Grundstück liegt, hier mal ein erster Lageplan:

Lageplan nach dem aktuellen Planungsstand

Ist schon ein ganz schöner Klotz aber er bewegt sich vorne und hinten in den gängigen Fluchten der benachbarten Häuser. Wirklich viel Garten werden wir nicht bekommen, aber damit können wir gut leben – weniger Grünzeug, um das man sich kümmern muss …

Da steht übrigens etwas von „Garage“ rechts im Bild. Da soll aber maximal ein Carport hin. und ob wir das direkt bauen, wird sich dann eher spontan entscheiden. Uns wurde nur geraten, es direkt mit zu beantragen, ob Papierkram zu sparen.

Wir sind mit dem aktuellen Stand der Planung sehr glücklich und freuen uns, dass es so zügig voran geht.

Unsere Ideen (erste Skizze)

Wir sind keine Architekten und haben auch noch nie ein Haus gebaut. Hier und da haben wir uns bei der Besichtigung ein paar Ideen geholt und uns inspirieren lassen. Daraus haben wir dann nachfolgende Skizzen entwickelt, die wir ohne jeglich professionelles Programm einfach mal in 2D zu Papier gebracht haben.

Skizze Erdgeschoss
Skizze Obergeschoss

So in etwa sollte unser Traumhaus aussehen.

In unseren Vorstellungen wollten wir eine Trennung zwischen arbeiten und wohnen schaffen und erst einmal ein schön großes Wohnzimmer mit offener Küche und großen Fenster-Fronten. Unten haben wir uns eine durch die obere Etage überdachte Terrasse gewünscht. Ebenso sollte die Haustür etwas zurückspringen, um die obere Etage als Vordach nutzen zu können. Oben dann eine Dachterrasse mit einem Luftraum, durch den mal ein Baum wachsen könnte. Außerdem ein großes Bad, dass über ein Ankleidezimmer mit dem Eltern-Schlafzimmer verbunden ist.

Ob und was davon überhaupt realisierbar ist, wissen wir nicht. Es handelt sich lediglich um eine laienhafte Skizze. Mal sehen, ob der Architekt sie in der Luft zerreißt oder ob er davon etwas übernehmen kann.

Das haben wir so nicht bestellt …

Der Vertrag war unterzeichnet aber eines bereitete uns doch größere Bauchschmerzen. Die beigefügten Pläne. Die entsprachen nämlich so überhaupt nicht dem, was wir haben wollten.

Plan unten
Plan oben

Das mag zwar in Anlehnung an das Musterhaus in Wuppertal hinkommen aber wir hatten ja andere Bedürfnisse. Jetzt haben wir einen Plan unterschrieben von etwas, das wir nicht wollten – kein gutes Gefühl.

Also haben wir direkt noch einmal mit unserem Verkaufsberater den Kontakt gesucht – aus gründen der Belegbarkeit schriftlich – um die Angelegenheit zu besprechen. Hier wurde uns dann versichert, dass man für einen Vertrag irgendeine Grundlage bräuchte, da man nicht bei Null anfangen könne. Die Pläne würden mit dem ersten Architektengespräch dann auf unsere Bedürfnisse angepasst.

Puh! Jetzt konnten wir wieder ruhiger schlafen … und wir hatten noch ein paar Tage Zeit, um eine Skizze nach unseren Wünschen zu erstellen – mal sehen, was dabei herauskommt.