Wie alles begann …

Es war ein ganz normaler Tag. Wir wollten für die Firma einkaufen; Oberhemden für die Mitarbeiter sollten es sei und wir wollten Geld sparen. Wo gibt es sowas günstig? Zum Beispiel bei Primark … vermutlich zwar aus alten PET-Flaschen und politisch nicht korrekt hergestellt und keinesfalls fair gehandelt – aber billig! Nur waren besagte Hemden in der Nähe ausverkauft, weshalb wir einen kleinen Ausflug gemacht haben nach Essen. Und tatsächlich sind wir dort auch fündig geworden …

Für die Mitarbeiter nur das Beste … neue Dienstkleidung von Primark!

Es war Mitte Juli und schönstes Sommerwetter, daher haben wir den Ausflug noch ein wenig ausgedehnt. Zuerst in einem Café und dann bei einem kleinen Spaziergang.

Auf dem Rückweg haben wir überlegt, was wir nun eigentlich mit dem Grundstück machen sollen, das wir etwa ein halbes Jahr zuvor erworben hatten und das direkt an unser bestehendes Grundstück angrenzt.

links: hier wohnen wir aktuell – rechts: unser neues Grundstück

Falls sich nun jemand fragt, weshalb man ein Grundstück kauft, ohne zu wissen, was man damit tun möchte, dem können wir das kurz erklären. Wir wohnen ja sehr ländlich und der Boden ist hier sehr fruchtbar. Das neue Grundstück ist das letzte unbebaute Grundstück des ganzen Dorfes und bestand beim Kauf noch aus wilder Wiese. Die wurde vom Vorbesitzer eher selten gemäht und war das gegenteil von englischem Rasen. Mit dem Ergebnis, dass alles an Samen, Unkraut usw. zu uns rüber wehte, was an jener Seite auch den aktuellen garten arg in Mitleidenschaft gezogen hatte.

Daher hatten wir nach Kauf des Grundstücks einen bekannten gebeten die Fläche zu planieren und anschließend habe wir Rasen eingesät und rundherum ein paar (ca. 300) Lebensbäume gepflanzt. Anschließend noch nen Mäh-Roboter drauf: fertig. So sah es gepflegt aus und wir konnten uns in Ruhe mal überlegen, was irgendwann (…) mit der Fläche passieren soll. Vielleicht wen der Nachwuchs groß ist oder wir für irgendwas Platz brauchen …

… und so kam es, dass wir auf dem Rückweg von der Autobahn aus in Höhe Wuppertal ein großes Schild gesehen haben, auf dem „Fertighauswelt“ stand. Eugenia schlug vor, dass wir uns das einfach mal anschauen und uns inspirieren lassen.

Ich selbst war nicht unbedingt wie jemand gekleidet, der gerade ein Haus kaufen wollte: Rosa Shorts und hellblaues Hemd mit rosa Flamingos … aber egal: Wir wollten ja auch nur gucken … oder spazieren gehen …

Bei dem Schild „Fertighauswelt“ wurde uns mal wieder Bewusst, was wir eigentlich nicht haben wollten: Ein Fertighaus. Mein Schwiegervater kommt ursprünglich vom Bau und ist somit der Endgegner für jede Fertighausfirma. „Das ist alles Styropor“, „Die halten nicht“ und „Wenns da mal brennt, dann ‚gute Nacht'“ sind nur einige der Kommentare, die wir noch im Hinterkopf hatten. Außerdem würden Fertighäuser scheiße aussehen. Punkt.

Letzteres konnten wir jedenfalls nicht bestätigen, als wir in Wuppertal angekommen waren. Direkt das erste Haus auf der rechten Seite traf vom Stil direkt unseren Geschmack – von innen und von außen übrigens …

Sah alles recht wertig aus und uns haben vor allem der klare Stil, die hohen Wände und die solide Verarbeitung (soweit wir das überblicken konnten) überzeugt.

Vorsichtig haben wir mal einen Verkäufer gefragt, was denn ein solches Haus wohl kosten würde. Die Antwort war dann doch sehr überraschend. „Das Haus wie es hier steht kostet etwa 850.000 EUR“ – Rumms! Nach dem Satz hatte er sich übrigens gefühlt auch wieder umgedreht um sich mit andere Dingen und anderen Besuchern zu beschäftigen. Vielleicht tun wir dem Verkäufer aber auch unrecht aber in diesem Moment fühlt es sich so an, als habe er die hohe Summe (für ein Fertighaus!) einfach mal zur Abschreckung rausgehauen – schließlich war das Haus gut besucht und wir sahen – wie bereits geschrieben – nicht wie die potentiellen Käufer aus. Ansonsten hätte ich zumindest eine Alternative erwartet …

Gucken macht aber auch Spaß und so haben wir uns zuerst in diesem Haus weiter umgesehen und sind dann auch noch durch die anderen Ausstellungen gegangen. Allerdings hat uns nichts zu wirklich überzeugt, also ging es zum Ende hin noch einmal zu OKAL. Jetzt war das Haus auch fast leer und wir haben einen weiteren Anlauf unternommen, um mal zu fragen, was dieses Haus denn so teuer macht und ob es „Sparpotential“ gäbe.

Der Verkäufer schien zu merken, dass echtes Interesse vorhanden war und erklärte uns, dass man ohne viel Abstriche machen zu müssen den Preis auch auf 600.000 bis 650.000 EUR reduzieren könne. Immer noch ein stolzer Preis aber schon mal 25% günstiger. Wo genau man sparen könne, wollte er noch nicht sagen. Dafür wollten wir mal in Ruhe wiederkommen, dann würde er uns ein paar beispiele zeigen.

Warum eigentlich nicht. Die Idee ein Haus zu Bauen war nun wieder da und so könnten wir mit Eltern und Schwiegereltern mal einen Ausflug machen … die interessieren sich ja auch immer dafür, was die Kinder so treiben. Vielleicht würden wir dann mehr zu den Konditionen erfahren und wie überhaupt die ganze Abwicklung ist. OKAL schien einer dieser Generalunternehmer zu sein. Das gefiel uns schon deutlich besser als die Tatsache, dass man üblicherweise mit zig Firmen für jedes einzelne Gewerk jonglieren muss .

Mal sehen, wie es weitergeht …

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